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Emile Durkheim · Ernest Denis
Wer hat den Krieg gewollt?
Die Ursprünge des Krieges (1914-1918) nach den diplomatischen Dokumenten

Übersetzt eingel. u. hrsg von Klaus H. Fischer
2003, 74 S., Pb., Format 13 x 19,5 cm, 9,80 Euro
ISBN 978-3-928640-53-4

Der 1. Weltkrieg war gewollt und auf der diplomatischen Ebene gezielt vorbereitet worden. Einige wenige Politiker und politische Beamte führten aufgrund ihrer zentralisierten Machtfunktionen in nur wenigen Monaten eine Situation herbei, in welcher der Krieg unvermeidbar wurde. Das Attentat von Sarajewo und das dadurch ausgelöste österreichisch-ungarische Ultimatum erzeugten ein Feld, auf dem die Kriegstreiber ungehindert agieren konnten.
Anhand der offiziellen Quellen dokumentieren
Emil Durkheim  (1858-1917) und Ernest Denis (1849-1921), wie auf höchster politischer Ebene und in diplomatischen Verhandlungen, ohne die Beteiligung von Millionen von Staatsbürgern, die europäischen Völker in den großen Krieg hineingezogen wurden. Die Präliminarien der Katastrophe bestätigen eine Grunderkenntnis von Durkheims Soziologie, nämlich daß durch Arbeitsteilung ein System von Abhängigkeiten entsteht, das der Einzelne nicht mehr beherrscht. Auch ist der Staat zu groß und die Politik zu weit weg, als daß die Bürger auf das politische, geschweige denn auf das diplomatische Geschäft Einfluß nehmen könnten.



Emile Durkheim
"Deutschland über alles"
Die deutsche Gesinnung und der Krieg (1914-1918)

Übersetzt eingel. u. hrsg von Klaus H. Fischer
2003, 54 S., Pb., Format 13 x 19,5 cm, 9,80 Euro
ISBN 978-3-928640-49-7

Im Vorfeld jedes Krieges wird im Volk gezielt eine politische Gesinnung erzeugt, um die Suprematie des Staates zu rechtfertigen und die Bürger auf ihre Rolle in der Kriegsmaschinerie vorzubereiten. Der Staatszweck bestimmt die Moral; der Krieg ist dann der Versuch, diese Moral zu rechtfertigen. Der Sieg erweist ihre Richtigkeit, die Niederlage ihre Falschheit.
Durkheim analysiert in dieser erstmals 1915 erschienenen Schrift die deutsche Kriegsgesinnung, die in einem resistenten Germanisierungsdrang und einem Hang zur Hegemonie wurzelt. Heinrich von Treitschke, dessen "Politik" sich Durkheim hier vornimmt, war einer jener Denker, die unter der deutschen Jugend für diese Gesinnung warben. Es gehört zu Durkheims persönlicher Fatalität, in diesem Krieg nicht nur seine besten Schüler, sondern auch seinen Sohn verloren zu haben.

Aus dem Inhalt: Der Staat über dem Völkerrecht · Der Staat über der Moral · Der Staat steht über der bürgerlichen Gesellschaft · Die Kriegsereignisse erläutert anhand dieser Gesinnung · Der krankhafte Charakter dieser Gesinnung


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