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Harald Höffding
Die Grundlage der humanen Ethik

Eingel. und hsg. von Klaus H. Fischer
2003, 121 S., Pb., Format 13 x 19,5 cm, 11,80 Euro
ISBN 978-3-928640-35-0

Harald Höffding (1843-1931) war durch die Schule Kants, Schopenhauers und Kierkegaards gegangen, und obgleich er dem englischen Positivismus zugeneigt war, nahm er eine kritische Stellung zur Erfahrung ein. So sind es für Höffding nicht nur die geschichtlichen Erfahrungen, sondern auch seine persönlichen Beobachtungen und Einschätzungen, die ihn an den Erkenntnissen der überkommenen Ethikforschung zweifeln lassen. Es gibt keine allgemein anerkannte Voraussetzungen der Ethik, sondern nur Haupttypen, die durch unterschiedliche Motiv- und Interessenlagen bedingt sind. Allesamt haben sie ihren Ursprung in der menschlichen Natur.
Die ethischen Normen werden vom Menschen für den Menschen geschaffen. Demzufolge muß die humane Ethik nach dem Wohl des Einzelnen streben und den Respekt vor der Individualität lehren. Dazu bedarf es freilich nicht der Ethik-Kommissionen, welche die Einhaltung der ethischen Normen überwachen und neue Rechtfertigungen für humanethisches Handeln definieren, sondern eines Handlungsrahmen, innerhalb dessen die im Menschen vorhandenen ethischen Prinzipien zu Geltung gelangen können.

Aus dem Inhalt: Psychologische Bemerkungen · Individuelle Ausgangspunkte (Die ethischen Prinzipien: der Gesellschaftstrieb, die natürliche Sympathie, die Vernunft) · Die Autorität · Das ethische Gesetz und der Fortschritt · Die Freiheit des Willens


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