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Robert von Mohl
Gesellschaftswissenschaften und Staatswissenschaften

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1992, 100 S., Pb, Format A 5, 14,30 Euro
ISBN 978-3-928640-02-2

In der ersten Hälfte des 19. Jh. verliert der Staat seine Bedeutung als "einheitlicher Organismus des Gesamtvolkslebens" und damit die Staatswissenschaft ihre Bedeutung als umfassende Wissenschaft der realen Lebensverhältnisse: Die Gesellschaft wird zum bewegenden Element. "Die Wissenschaft der Gesellschaft", so Robert von Mohl (1799-1875), "ist zu begründen und zu entwickeln".
Mit dem Aufkommen der staatsgefährdenden Lehren der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaftsumwandler und der Herausbildung von interessenorientierten gesellschaftlichen Lebenskreisen, die oftmals den staatlichen Zielsetzungen widersprechen, ist eine eigenständige Gesellschaftswissenschaft erforderlich, die neben der umfassenden Gesellschaftsanalyse der praktischen Politik Strategien zur Entschärfung der sozialen Gegensätze zur Verfügung stellt.
Robert von Mohls Aufsatz ist ein richtungsweisender Schritt für die Neubestimmung der staatswissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen, zugleich ein Beispiel für die Analyse einer zunehmend komplexen und antagonistischen Gesellschaft.


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