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Friedrich Nietzsche
Der Wanderer und sein Schatten

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1994, 198 S., Pb., Format 12x18cm, 19,90 Euro
ISBN 978-3-928640-15-2

Kaum ein Philosoph des 19. Jahrhunderts hat eine derart widersprüchliche Interpretation erfahren wie Friedrich Nietzsche (1844-1900). Das liegt weniger an seiner Philosophie selbst, die aus einigen Vorarbeiten — wozu "Der Wanderer und sein Schatten" zählt — in den "Willen zur Macht" hinaufgipfelt und dort ihren gestalteten Bau gefunden hat, als vielmehr an dem ureigenen Interesse klüglicher Interpreten und Spurenleser, die bestehende Moral der Kritik zu entziehen und die Menschen unter die Autorität von Kirche, Staat und Wissenschaft hinabzudrücken.
"Jedes Wort ist ein Vorurteil", sagt der Wanderer. Mit diesem Satz beginnt Nietzsche den Menschen hinaufzudenken, in jene Sphäre, wo die tradierten lebenshemmenden Moralvorstellungen zerbrochen werden und der Mensch sich selbst zum Maßstab seines Lebens nimmt.


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