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Robert Schellwien
Hamlet und Faust
Eine Parallele

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1999, 59 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 15,20 Euro
ISBN 978-3-928640-59-6

Als Goethe den Hamlet studierte, war Shakespeare in Mode. Die Faszination, die Shakespeare verbreitete — sie nahm gewöhnlich ihren Ausgang von in wenigen Städten dargebotenen Bühnenaufführungen des Hamlet — war zunächst oberflächlich. Auch trugen die wenigen Theaterkritiker, die sich lieber mit den Schauspielern und der Inszenierung abgaben, als in Hamlets Motivation einzudringen, nicht zum tieferen Verständnis des englischen Dramatikers bei. Erst Goethe hat in Wilhelm Meister's Lehrjahren den Hamlet in seiner tieferen Bedeutung erfaßt und uns im Faust die letztendlichen Fragen des Menschseins auseinandergesetzt, Fragen, die Shakespeare im Hamlet zwar auch stellt, ohne uns jedoch Antworten zu geben.
Robert Schellwien entwickelt in dieser Schrift die Parallelität in der Grundanlage des Faust und Hamlet und leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Verständnis beider Schauspiele, sondern gleichermaßen zur dichterischen Entwicklung des Shakespeare-Lesers Goethe.


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