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Adolf Schöll
Goethe als Staatsmann

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1999, 213 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 20,30 Euro
ISBN 978-3-928640-39-8

Goethes Tätigkeit im Staatsdienst am Hof des Herzogs Karl August von Weimar wird gerne als Irrweg, ja als Rückschlag in seinem dichterischen Schaffen begriffen. Goethe sei sich dessen bewußt geworden und habe mit der italienischen Reise den längst fälligen Abschied vom Staatsdienst genommen. Diese Auffassung beruht auf einer weitreichenden Fehleinschätzung dieser wichtigen Periode in Goethes Leben. Sie verkennt die tiefe Verwurzelung von Goethes Dichtung in den ihn umgebenden Menschen. Hier waren es die Person des Herzog und all jene bedeutenden Zeitgenossen, denen Goethe nur in Ausübung seiner Staatstätigkeit begegnen konnte.
Adolf Schöll gibt in dieser umfassenden, sprachlich vorbildlichen Schrift über den Staatsmann Goethe eine Fülle von Material an die Hand, um des Dichters Zeit im "öffentlichen Dienst" angemessen zu beleuchten. Sie soll dazu beitragen, jene verkrusteten Vorurteile zu beseitigen, die noch immer das Goethebild belasten.

Inhalt: Goethe im Spannungsfeld von Dichtung und Amtsgeschäften · Des Dichters fruchtbare Felder: Finanzen, Wirtschaft, Kultur · Goethes Avancement im Staatsdienst und der Dichtkunst · Die negativen Seiten der Amtsgeschäfte und ihre Auswirkungen auf Goethes Dichtung


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