Copyright © by Dr. Klaus Fischer Verlag


Georg Simmel
Das Wesen der Materie nach Kants Physischer Monadologie

Geringfügig überarbeitet, eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1996, 59 S., Pb., Format 13x19,5cm, 19,40 Euro
ISBN 978-3-928640-24-4

Die Monaden, die metaphysischen Einheiten des Denkens, konnten im Gegensatz zum Atom kein Zeitalter prägen. Die Metaphysik hat keine vernichtende Tendenz. Gleichwohl durchzieht die Monadologie das philosophische Denken seit Euklid und hat in Leibniz einen gewaltigen Vollender gefunden, — bis zur Kritik Kants.
Georg Simmel (1858-1918)
zeigt in dieser, mit überzeugender Argumentation geführten Abhandlung, daß Kant in der naturwissenschaftlichen Periode der "Physischen Monadologie" einerseits in der von Leibniz geprägten Ideenwelt gefangen war, ja zu einer idealistischen Sichtweise der Dinge neigte, andererseits deutet sich bereits hier sein späterer Kritizismus an, in einem "allgemeinen Mißtrauen" die Erfahrungen dem Urteil des Verstandes zu unterwerfen.



Georg Simmel
Kant und Goethe
Zur Geschichte der modernen Weltanschauung

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
2005, 2. Aufl., 93 S., Format 13x19,5 cm, Pb., 19,40 Euro
ISBN 978-3-928640-83-1

In den Werken von Kant und Goethe begegnen sich zwei Weltanschauungen, die in ihrer je eigenen Besonderheit in das Innere der Natur eindringen. Kants wissenschaftliche Philosophie und Goethes Weltanschauung überbrücken die Kluft zwischen Subjekt und objektiver Wirklichkeit: Kant legt die Vorstellungen über das Wesen der Dinge als gegeben in den menschlichen Verstand. Der Verstand schreibt der Natur die Gesetze vor. Goethe, der jegliche Erkenntnistheorie ablehnt, begreift die Wirklichkeit als eine Vorstellung "in" der Menschenseele. Das Lebensprinzip der Natur ist zugleich das Lebensprinzip der menschlichen Seele.
Georg Simmel entfaltet und analysiert auf anschauliche Weise die Gesamtintentionen und Gegensätzlichkeiten der beiden Weltanschauungen — ohne freilich ihre Grenzlinie zu verwischen —, um sie so in ihrer weiterwirkenden Nützlichkeit zu erhalten.



Georg Simmel
Das Problem der historischen Zeit

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
2005, 2. Auflage, 46 S., Format 13x19,5 cm, 14,30 Euro
ISBN 978-3-928640-81-7

Georg Simmel (1858-1919) untersucht hier die Bedeutung der Zeit und des Verstehens für die Geschichtsschreibung. "Geschichte" ist mehr als Chronologie. Zeitgenossen und Historiker machen das erlebte und tradierte Geschehen zur Geschichte, "selektieren" und "werten" die Ereignisse. Das, was uns als historisches Geschehen entgegentritt und unsere Retrospektive bestimmt, wird durch die politische, moralische und anderweitige Gebundenheit der Berichtenden "geformt". Dabei kann eine einzelnes, scheinbar undeutendes Ereignis, in den historischen Zusammenhang gestellt, historische Bedeutung erlangen.



Georg Simmel
Der Konflikt der modernen Kultur

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
2000, 2. Aufl., 57 S., Form. 13x19,5 cm, Pb, 15,20 Euro
ISBN 978-3-928640-82-4

Georg Simmels scharfsinnige Analyse der Lebensprozesse erbrachte auf dem Feld der Kulturkritik und Kulturphilosophie wichtige Erkenntnisse für das Verstehen der schöpferischen Dynamik des menschlichen Lebens: Die Bildung neuer Kulturformen beruht nicht auf einem Automatismus in der kulturellen Entwicklung der Menschheit, sondern ist abhängig von der geist- und formschaffenden Kreativität des Menschen, die aus der kulturellen Tradition ihre Kraft zieht.
Dieses Buch ist, angesichts der Trivialität der zeitgenössischen Kultur und dem bereitwilligen Arrangement mit einer agglomerativen Multikultur, ein wichtiger Beitrag zur Rückbesinnung auf die traditionelle Kultur und die wertbindende Innerlichkeit der kulturellen Verwurzelung.



Georg Simmel
Grundfragen der Soziologie
Individuum und Gesellschaft

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1998, 114 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 16,30 Euro
ISBN 978-3-928640-22-0

Im Laufe der Entstehungsgeschichte der Soziologie gab es einige überzeugende Versuche, welche die Kohärenz dieser jungen Wissenschaft dadurch zu sichern suchten, daß sie die Methode und das Forschungsfeld der Soziologie ein und für allemal festlegt. Dazu gehört Georg Simmels Entwurf: Die Soziologie ist die Erkenntnistheorie der Sozialwissenschaften und liefert die analytischen und systematischen Grundlagen für die Ausleuchtung des wesentlichsten aller sozialen Phänomene: der Vergesellschaftung.
Georg Simmel umreißt in dieser Abhandlung sein System der Soziologie und veranschaulicht an den gesellschaftlichen Spielformen von Kollektivität, Geselligkeit und Individualismus die Methode und das Forschungsfeld einer erkenntnisorientierten und erklärenden Sozialwissenschaft.



Georg Simmel
Rembrandt
Ein kunstphilosophischer Versuch

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1999, 263 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 22,90 Euro
ISBN 978-3-928640-13-8

Es gibt in der Kunst leicht zugängliche und schwer zugängliche Werke. Rembrandts Werke gehört zu den letztgenannten. Sie sind Darstellungen des Verborgenen und erfordern daher eine Erweiterung des Blicks. Wer zu den letzten kunstphilosophischen Tiefenschichten seiner Gemälde vordringen will, wird an Georg Simmel nicht vorbeikommen. Simmel hat, in unnachahmlicher Weise und aus einem Fundus reichster philosophischer Kenntnis schöpfend, Rembrandt so erklärt, als sei er ein uns Vertrauter, als sähen wir in seinen Bildnissen, hierauf legt Simmel den Schwerpunkt seiner Betrachtung, das zusammenhängende Leben des Künstlers


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Georg Simmel
Schopenhauer und Nietzsche
Ein Vortragszyklus

Mit einem Nachwort von Klaus H. Fischer "Über Simmel, Schopenhauer und Nietzsche"

2001, 321 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 22,50 Euro
ISBN 978-3-928640-14-5

Das Verhältnis Nietzsches zu Schopenhauer ist stets kritisch gewesen. Der junge Nietzsche idealisierte zwar Schopenhauer als seinen Erzieher, der späte Nietzsche jedoch stellt sich gegen ihn. Jedem Betrachten läge, so Nietzsche über seine Frühschriften, eine geheimnisvolle Gegnerschaft inne, die des Entgegenschauens.
Schopenhauer ist der tiefere Philosoph von beiden, weil er vor allem aus "Kopfvorgängen" lehrt, nicht aus dem Erleben. Seine moralische Deutung des Daseins zeugt von seinem Willen zur Wahrheit und zur Erkenntnis der Wirklichkeit des Seins. Nietzsche will dies auch, doch er stellt darüber die Deutung der Wirklichkeit als ästhetischer Schein. Die Welt des Scheins ist die wahre Welt, nur im Verschleiern liegt der Fortschritt der Menschheit. Simmel legt, um Gegensatz und Übereinstimmung der beiden Philosophien auszuleuchten, sein besonderes Augenmerk auf Schopenhauers Metaphysik und Pessimismus einerseits und Nietzsches Ethik und Lehre von der ewigen Wiederkehr andererseits, letztere unter dem besonderen Aspekt ihrer ethisch-psychologischen Bedeutung.

Inhalt: Vorrede · Schopenhauer und Nietzsche in ihrer geistesgeschichtlichen Stellung · Der Mensch und sein Wille · Die Metaphysik des Willens · Der Pessimismus · Die Metaphysik der Kunst · Die Moral und die Selbsterlösung des Willens · Die Menschheitswerte und die Dekadenz · Die Moral der Vornehmheit · Nachwort des Herausgebers



Georg Simmel
Die Religion

Herausgegeben und eingel. von Klaus H. Fischer
2006, 78 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 9,80 Euro
ISBN 978-3-928640-84-8

Im Menschen sind latent-"religiöse" Stimmungen und Bewußtseinsformen vorhanden, die religiös werden und zur Religion gerinnen. In dieser metaphysischen Grundschicht des religiösen Bewußtseins liegt sowohl der Ursprung der Religion als auch die Vergewisserung des eigenen Glücksstrebens und dessen, was unter sozialem Verhalten verstanden wird.
Die Religion ist ein gesellschaftliches Phänomen und deshalb ist ihr eine soziologische Untersuchung angemessen. Glaubensfragen oder die Frage nach der Existenz Gottes sind nicht Gegenstand der Religionssoziologie, sondern gehören in die Theologie.
Simmel geht in dieser Schrift den Weg der klaren Analyse und untersucht die individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Gebundenheiten, die zur Religion führen, und klärt die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen den Einzelnen als Teil einer religiösen Gemeinschaft und der Gesellschaft. In der Religion strebt der Mensch nach Vervollkommnung, doch wie ist dies möglich in einer Gesellschaft, in der Konkurrenz und Arbeitsteilung herrscht?



Georg Simmel
Kant
Sechzehn Vorlesungen, gehalten an der Berliner Universität

Herausgeben und eingeleitet von Klaus H. Fischer. Überarbeitete und ergänzte Auflage
2006, 198 S., Pb. Format 13x19,5 cm, 14,80 Euro
ISBN 978-3-928640-76-3

Simmels Vorlesungen über Kant sind mehr als nur eine erklärende Darstellung von Kants philosophischem Werk. Um die "zeitlosen Elemente" von Kants Philosophie herauszuarbeiten, wird Kants Darstellungsform zerbrochen. Im Intellektualismus, dazu gehört vor allem die neue Wertbestimmung der sinnlichen Erkenntnis und der Subjektivität, sowie im Apriori, also der von aller Erfahrung unabhängigen Erkenntnis, sieht Simmel die zentralen Elemente, die Kants theoretische und praktische Philosophie durchziehen.
Mit Hilfe dieser einfach konzipierten und alles durchscheinenden Folie werden die von den Zeitbedingungen und philosophiegeschichtlichen Zusammenhängen unabhängigen Elemente dargelegt — und einige Schwachstellen in Kants Philosophie, vor allem in der Aprioritärslehre, nachgewiesen. Zugleich bereitet sich Simmel hier die Grundlage, auf der er seine Philosophie des Relativismus errichtet.
Der Herausgeber bezeichnet in Fußnoten die Fundstellen in Kants Schriften und strukturiert in einem Inhaltsverzeichnis den didaktischen und argumentativen Aufbau der Vorlesungen.



Georg Simmel
Schulpädagogik
Vorlesungen, gehalten an der Universität Straßburg

Herausgeben und eingeleitet von Klaus H. Fischer. Überarbeitete und ergänzte Auflage
2007, 184 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 14.80 Euro
ISBN 978-3-928640-85-5

Ein Philosoph, der Vorlesungen über Schulpädagogik hält, also auf das Feld der schulpädagogischen Fachwissenschaftler und Schulbürokraten übergreift, wird kaum Aufmerksamkeit erwecken. Um so mehr, wenn er konkrete Hinweise für die Unterrichtsgestaltung und die pädagogische Begleitung der Schüler gibt. Georg Simmel hat diese Erfahrung machen müssen.
In seinen Vorlesungen, die Simmel während der Kriegsjahre 1915/16 in Straßburg hielt, entwirft er, der Lehrer- und Schülerrolle durchaus gerecht werdend, das Konzept eines schulpädagogischen Handlungsrahmens, das zum einen "ausschließlich auf die prinzipielle Gesinnung" wirkt, zum anderen den Schüler auf seiner jeweiligen persönlichen Entwicklungsstufe akzeptiert und ihm alle Chancen für seine weitere Entwicklung einräumt.
Dieser Schrift, die Simmel selbst nicht mehr vollenden konnte und bisweilen Spuren ihres Werdens trägt, ist von erstaunlicher Aktualität. Sie sei vor allem den Schulpädagogen empfohlen, um bewußt Zweifel an ihren heutigen Arbeitsmethoden und Einstellungen zu den Schülern zu wecken.

Aus dem Inhalt: Das grundsätzliche Verhältnis zwischen Erziehung und Unterricht · Von der Aufmerksamkeit und dem Lernen · Von der Konsequenz · Vom Fragen · Von der Beurteilung · Von den Strafen · Von der Sprache und den Sprachen · Vom deutschen Aufsatz · Vom Geschichtsunterricht · Von der sittlichen Erziehung · Anhang über sexuelle Aufklärung



Georg Simmel
Der Krieg und die geistigen Entscheidungen

Mit einer Einleitung von Klaus H. Fischer "Über Georg Simmels Kriegstheorie"

120 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 12,80 Euro
ISBN 978-3-928640-95-4

Georg Simmel zeigt in dieser Sammlung von Aufsätzen, die während der Kriegsjahre (1914-1918) entstanden, wie die seit 1871 von einigen Akteuren angestoßene gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Deutschland in eine verhängnisvolle Lage trieb, die sich schließlich im Krieg entlud.
Was an diesem Buch entfremdet ist, daß Simmel angesichts von Tod und Zerstörung darauf hofft, der Krieg möge doch eine ideelle Bedeutung haben und den Dualismus zwischen dem Individuum als Selbstzweck und dem Individuum als Glied des Ganzen überwinden. Aus diesem Krieg werde, so die Hoffnung Simmels, ein "neuer Mensch" und ein friedliches Europa hervorgehen.


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