Copyright © by Dr. Klaus Fischer Verlag


 

Richard Wagner
Die Kunst und die Revolution

Eingel. u. hrsg. von Klaus H. Fischer
1996, 65 S., Pb., Format 13x19,5cm, 18,40 Euro
ISBN 978-3-928640-26-8

Richard Wagner
(1813-1883) wollte, geprägt vom Optimismus seiner frühen Jahre und unter dem nachhaltigen Einfluß der Revolution von 1848, die Kunst aus der Enge des Christentums und der Banalität der industriellen Revolution befreien — denn die eigentliche Bedeutung der Kunst liegt im "freien künstlerischen Menschentum". Wagners Vorbild ist die Kulturepoche des antiken Griechenlands, jene nur noch in ihren Kunstwerken nachwirkende Zeit, in der die Kunst Ausdruck des öffentlichen Bewußtseins war.
"Die Kunst und die Revolution" ist eine wichtige Wegmarke in Richard Wagners kunstphilosophischer Entwicklung. Hier entwirft er die gesellschaftliche Aufgabe des Kunstwerks, die er später im Musikdrama anstrebt. Geradezu zeitgemäß ist seine Kritik am oberflächlich genußhaften Theater, das trotz öffentlicher Subventionen dem Zugriff der sogenannten Kulturpolitiker und einer interessierten Minderheit offen steht.



Richard Wagner
Das Judentum in der Musik

Mit einer Einleitung von Klaus H. Fischer "Über Richard Wagners Judenhaß"
2010, 96 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 12,80 Euro
ISBN 978-3-928640-93-0

Als Wagner seinen Aufsatz "Das Judentum in der Musik" im Jahre 1850 unter einem Pseudonym veröffentlicht, befindet er sich im Pariser Exil. Nach wenigen Monaten ist das Pseudonym gelüftet, der Judenhaß bekommt ein Gesicht. Wagner greift die Juden an und klagt über eine "umgekehrte Judenverfolgung", die ihn zur Zielscheibe einer europäischen jüdischen Verschwörung mache und verhindere, daß er mit seiner Musik Erfolg habe. Mehr noch, Wagner löst die Judenfrage in einem großen Wurf. Die Juden hätten eine Schuld auf sich geladen, sollten zum Christentum übertreten und aufhören, Juden zu sein. Wer interessiert sich jetzt noch für den Einfluß des Synagogengesangs auf die deutsche Musik?
Dieser Aufsatz, den Wagner "großartig vernichtend beschließt" (Cosima Wagner), ist seine "erfolgreichste", aber auch folgenschwerste Schrift.



Richard Wagner
Das Kunstwerk der Zukunft

Mit einer Einleitung von Klaus H. Fischer "Zur Kunsttheorie Richard Wagners"
2010, 239 S., Pb., Format 13x19,5 cm, 15,80 Euro
ISBN 978-3-928640-94-7

Als Wagner seine Schrift über "Das Kunstwerk der Zukunft" verfaßte, befand er sich in einer Schaffens- und Lebenskrise. Er wurde, neue Orientierungen suchend, Schriftsteller und stürzte sich auf die Kunsttheorie, mit einer erstaunlichen Gründlichkeit, wie dieses Werk zeigt. Dabei griff er auf den Gedanken der ursprünglichen Verbindung der Schwesterkünste Tonkunst, Dichtkunst und Tanz zurück, mit der Absicht, das allgemeinsame Kunstwerk aus den Teilen in die Totalität zu erzeugen, so daß das Bausteinhafte nicht mehr wahrnehmbar ist. Wagner räumt freilich ein, mit seinen Operndramen das Kunstwerk der Zukunft nicht geschaffen zu haben, wohl aber hat er, was auch die Gegner Wagners einräumen müssen, die Harmonik von Text, Musik und Bühnendarstellung entscheidend geprägt.
Ein wichtiges Buch für die musiktheoretische Entwicklung Wagners.


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